
In meinem letzten Beitrag habe ich mich ganz mit dem Thema Fast Fashion auseinander gesetzt. Als Pendant dazu, möchte ich die Modewelt nun auch mal positiv beleuchten und diesen zweiten Artikel ganz der Slow Fashion Bewegung widmen. Denn es gibt auch viele Engel in der Modewelt, die gegen die Fast Fashion Industrie ankämpfen und uns Konsumenten Alternativen bieten.
Was also ist Slow Fashion eigentlich? Unter diesem Begriff versteht man nicht nur die Entschleunigung der Modeindustrie. Slow Fashion umfasst auch Begriffe wie Fair Fashion, EcoFashion und alle die mit nachhaltiger und bewusster Mode in Zusammenhang stehen. Für die Produktion bedeutet das also, dass diese nachhaltig und fair sein soll.
Was aber genau ist eigentlich „nachhaltig“? Bei nachhaltiger Mode wird darauf geachtet, achtsam mit den Ressourcen umzugehen. Anstatt Polyester zu verwenden, werden also Stoffe, wie Bio-Baumwolle, Hanf oder Bio-Seide verwendet. Diese sind
umweltverträglich und können bei Bedarf gut recyclet werden. Zudem wird auf hohe Qualität gesetzt, womit die Langlebigkeit unserer Kleider steigt.
Wie bereits erwähnt, ist nachhaltige Mode aber auch fair gehandelt. Somit werden hier, ganz im Gegensatz zur Fast Fashion, keine Arbeiter ausgebeutet. Angelehnt an das Slow Food Konzept, kommen viele Teile aus der Region, was eine kürzere Produktionskette mit sich bringt und somit auch umweltschonender ist. Denn laut eines Beitrags der Tagesschau, legt unsere Kleidung im Durchschnitt bis zu 20.000 Kilometer zurück, bevor sie bei uns im Kleiderschrank landet. Ganz schön verrückt oder? Viele Fair Fashion Brands setzen zudem auf Transparenz. Diese ermöglicht es uns Verbrauchern, die einzelnen Schritte von der Faser bis zur Verarbeitung, nachvollziehen zu können. Somit wissen wir hier also immer woher unsere Mode wirklich kommt (solange die Auskünfte der Unternehmen der Wahrheit entsprechen).
Wer jetzt aber denkt die Mode ist super teuer und schwer zu bekommen täuscht sich. Denn Slow Fashion meint auch, dass man gerne zu Second Hand Kleidung greifen soll, oder das bereits vorhandene upcyclet. ALSO bitte nicht den gesamten Kleiderschrank verwerfen, nur weil dieser bisher nicht FairFashion gekauft wurde. Sondern das bereits Vorhandene auftragen, weiterverkaufen oder einfach mit Freunden tauschen. Das macht Spaß und man lernt seinen Kleiderschrank zum einen besser kennen und zum anderen mehr zu schätzen.
Slow Fashion kurz und knackig:
- bis zu 20.000 Kilometer legt unsere Kleidung zurück
- nachhaltige und umweltfreundliche Alternativen zur Fast Fashion
- Bio-Stoffe statt Polyester!